Affenpocken

Affenpocken testen: Mpox Schnelltest, PCR & wann Sie sich testen lassen sollten

Mpox-Schnelltest wird mit Abstrich durchgeführt - Affenpocken testen mit Antigen-Schnelltest | parahealth.de

Mpox, früher als Affenpocken bekannt, ist eine virale Infektionskrankheit, die in Deutschland seit 2022 sporadisch auftritt. Nach einer Eskalation im Jahr 2024 und 2025 mit der neu aufgetauchten Klade Ib fragen sich viele Menschen, wie sie sich selbst schützen können und wann ein Test notwendig ist. Dieser Ratgeber erklärt die verschiedenen Testmöglichkeiten, ihre Unterschiede und praktische Hinweise für den deutschen Gesundheitskontext.

Was ist Mpox (Affenpocken)?

Mpox ist eine seltene, aber ernst zu nehmende Infektionskrankheit, die durch das Mpox-Virus verursacht wird. Das Virus gehört zur Familie der Pockenviren und wurde ursprünglich in Primaten entdeckt, kann sich jedoch auch auf Menschen übertragen. Seit 2022 beobachten Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) eine kontinuierliche Ausbreitung in Deutschland und Europa.

Die Epidemiologie in Deutschland zeigt folgende Entwicklung:

  • 2022 - 2024: Insgesamt 4.640 bestätigte Mpox-Fälle in Deutschland registriert
  • 2024: Etwa 280 Fälle dokumentiert, hauptsächlich Klade IIb
  • 2025: Rund 500 Fälle mit Auftreten der neuen Klade Ib
  • 2026 (bis März): 35 Fälle verzeichnet

Ein wichtiger Meilenstein war die Erstidentifikation der Klade Ib in Dezember 2025 in Berlin, gefolgt von lokaler sexueller Übertragung, die im Januar 2026 bestätigt wurde. Derzeit sind 16 Klade-Ib-Fälle in Deutschland dokumentiert (Stand Januar 2026).

Das RKI stuft die Gefährdung für die allgemeine Bevölkerung derzeit als gering ein. Allerdings bleibt ein erhöhtes Risiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen bestehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hob den Public Health Emergency of International Concern (PHEIC)-Status im September 2025 auf, was eine leichte Entspannung der globalen Situation widerspiegelt.

Symptome - Wann sollten Sie sich testen lassen?

Die Symptome von Mpox treten typischerweise 5 bis 21 Tage nach der Exposition auf, wobei die durchschnittliche Inkubationszeit etwa 8,5 Tage beträgt (laut aktuellen epidemiologischen Studien). Das Verständnis dieser Symptome ist entscheidend für eine zeitnahe Diagnose.

Typische Symptome im frühen Stadium:

  • Fieber (oft zwischen 38,5 und 40,5 Grad Celsius)
  • Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein
  • Lymphknotenschwellungen (besonders Hals und Leistengegend)
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Schüttelfrost

Charakteristische Hautmanifestation:

Etwa 1 bis 3 Tage nach Fieberbeginn entwickeln sich Hautläsionen, die durchlaufen typischerweise folgende Stadien:

  • Makulae: Flache, rote Flecken
  • Papulae: Erhabene Knötchen
  • Vesikel: Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen
  • Pusteln: Mit Eiter gefüllte Bläschen
  • Krusten: Verkrustung und Abheilung

Die Hautläsionen können überall am Körper auftreten, konzentrieren sich aber häufig auf Gesicht, Handflächen und Fußsohlen. Ein charakteristisches Merkmal ist die umbilikata Delle - eine kleine Vertiefung in der Mitte der Pusteln, die Mpox von anderen Bläschenkrankheiten unterscheidet.

Wann sollten Sie sich testen lassen?

Sie sollten sich testen lassen, wenn Sie:

  • Die oben beschriebenen Symptome entwickeln, besonders wenn Sie Hautläsionen mit typischen Merkmalen haben
  • Kontakt zu einer Person mit bestätigter oder vermuteter Mpox-Infektion hatten (innerhalb der letzten 3 Wochen)
  • Fieber und Hautausschlag gleichzeitig entwickeln
  • Bei sich ändernden Symptomen, insbesondere wenn der Ausschlag sich ausbreitet
  • Unsicherheit über einen möglichen Kontakt haben und vorsorglich Gewissheit wünschen

Der Krankheitsverlauf ist in Deutschland in der Regel mild. Die meisten Infektionen heilen innerhalb von 2 bis 4 Wochen ab. Bislang wurden in Deutschland keine Todesfälle durch Mpox registriert. Allerdings können schwere Verläufe bei immungeschwächten Personen auftreten.

Testverfahren im Überblick

Für die Diagnose von Mpox stehen mehrere Testverfahren zur Verfügung. Die Wahl des richtigen Tests hängt vom klinischen Kontext, der gewünschten Schnelligkeit und der Verfügbarkeit ab.

1. PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion)

Der PCR-Test gilt als Goldstandard für die Mpox-Diagnose. Dieses Verfahren weist das Erbgut des Virus nach und ist äußerst zuverlässig.

  • Sensitivität: > 99%
  • Spezifität: > 99%
  • Ergebnisverfügbarkeit: 2 - 4 Tage (je nach Labor)
  • Durchführung: Abstrich von Hautläsionen oder Atemwegen
  • Verfügbarkeit: Gesundheitsämter, Labore, Ärzte

PCR-Tests sind besonders zuverlässig in den ersten zwei Wochen der Infektion. Sie sind jedoch nicht unmittelbar verfügbar und erfordern eine Laboranalyse.

2. Antigen-Schnelltest (Immunochromatographisches Verfahren)

Der Antigen-Schnelltest ist ein Point-of-Care-Test, der direkt vor Ort durchgeführt werden kann. Er weist virale Proteine (Antigene) nach.

  • Sensitivität: 85 - 95% (je nach Hersteller und Specimen)
  • Spezifität: Nahezu 100%
  • Ergebnisverfügbarkeit: 10 - 15 Minuten
  • Durchführung: Abstrich von Hautläsionen
  • Verfügbarkeit: Apotheken, Ärzte, private Testangebote

Antigen-Schnelltests sind ideal für schnelle Ergebnisse, können aber auch falsch-negativ ausfallen, besonders wenn die Viruslast niedrig ist. Ein negatives Ergebnis bei Verdacht sollte daher mit einem PCR-Test bestätigt werden.

3. Antikörper-Test (Serologie)

Antikörper-Tests weisen Abwehrstoffe nach, die der Körper gegen das Virus gebildet hat. Sie sind vor allem für Nachuntersuchungen relevant.

  • Zeitpunkt: Positiv frühestens 7 - 10 Tage nach Symptombeginn
  • Aussagekraft: Zeigt frühere Infektionen, nicht aktuelle Infektion
  • Anwendung: Epidemiologische Studien, Kontaktverfolgung

Antikörper-Tests sind nicht für die Akutdiagnose geeignet und spielen im klinischen Alltag eine untergeordnete Rolle.

Mpox Antigen-Schnelltest - So funktioniert er

Der Antigen-Schnelltest ist ein benutzerfreundliches Diagnosewerkzeug, das eine schnelle Orientierung bietet. Verständnis seiner Funktionsweise hilft bei korrekter Anwendung und Interpretation.

Prinzip: Der Test basiert auf dem immunochromatographischen Verfahren. Spezifische Antikörper, die an Testmembranen gebunden sind, reagieren mit viralen Antigenen aus dem Abstrich. Eine Farbreaktion zeigt ein positives oder negatives Ergebnis an.

Durchführung Schritt für Schritt:

  1. Abstrich entnehmen: Mit dem mitgelieferten Tupfer wird ein Abstrich von einer oder mehreren Hautläsionen genommen (idealerweise von Pusteln oder Vesikeln, nicht von Krusten)
  2. Probe in Pufferlösung aufgelösen: Der Tupfer wird in die mitgelieferte Extraktionslösung eingetaucht und mehrfach gedreht
  3. Teststreifen mit Probe tränken: Etwa 80 - 100 µL der Lösung werden auf das Testfeld des Schnelltests aufgetragen
  4. Ergebnis ablesen: Nach 10 - 15 Minuten ist das Ergebnis sichtbar

Interpretation der Ergebnisse:

  • Positiv: Zwei Linien sind sichtbar (Kontrollinie C und Testlinie T)
  • Negativ: Nur die Kontrollinie ist sichtbar
  • Ungültig: Keine oder nur die Testlinie ist sichtbar - der Test muss wiederholt werden

Qualität und Zuverlässigkeit:

In unserem Sortiment finden Sie den Lysun Mpox Antigen-Schnelltest, der innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefert. Dieser Test bietet eine Spezifität von nahezu 100% und ist für die schnelle Diagnose konzipiert.

Wichtige Hinweise zur Durchführung:

  • Den Test bei Raumtemperatur (15 - 30 Grad Celsius) lagern
  • Abgelaufene Tests nicht verwenden
  • Bei Verdacht auf negative Falschergebnisse sollte ein PCR-Test durchgeführt werden
  • Hygienisch arbeiten und Einweghandschuhe tragen
  • Biohazard-Richtlinien einhalten und Test danach in eine Biohazard-Tüte entsorgen

PCR vs. Schnelltest - Vergleichstabelle

Ein direkter Vergleich verdeutlicht die Unterschiede und hilft bei der Entscheidungsfindung:

Kriterium PCR-Test Antigen-Schnelltest
Sensitivität > 99% 85 - 95%
Spezifität > 99% Nahezu 100%
Ergebnis verfügbar in 2 - 4 Tage 10 - 15 Minuten
Kosten 30 - 50 EUR (Labor) 10 - 25 EUR
Durchführungsort Arztpraxis, Labor, Gesundheitsamt Zuhause, Apotheke, Arzt
Fachliche Anleitung nötig Ja (Probennahme durch Fachperson) Nein (auch Selbsttest möglich)
Goldstandard Ja Nein
Bestätigung bei Verdacht notwendig Nein Ja, PCR bei negativ

Wer sollte sich testen lassen?

Das RKI und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geben folgende Empfehlungen ab, wer sich testen lassen sollte:

Dringende Testindikation:

  • Symptomatische Personen: Alle Personen mit verdächtigen Symptomen (Fieber + Hautausschlag mit typischen Merkmalen)
  • Nahkontakte von bestätigten Fällen: Personen mit engem Kontakt zu Mpox-Patienten in den letzten 21 Tagen, insbesondere bei Hautläsionen oder sexuellem Kontakt
  • Sexuelle Kontaktpersonen: Angesichts der neuen Klade Ib und lokaler sexueller Übertragung sollten Personen mit neu aufgetretenem Hautausschlag nach sexuellem Kontakt zeitnah getestet werden
  • Reiserückkehrer: Personen, die aus Regionen mit aktiven Mpox-Ausbrüchen zurückkehren

Bevölkerungsgruppen mit erhöhtem Risiko:

  • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) - besonders relevant seit der Klade-Ib-Ausbreitung
  • Personen mit mehreren Sexualpartnern
  • Personen mit immunologischen Defiziten (HIV-positive Personen mit niedriger CD4-Zellzahl, Organ- und Stammzelltransplantierte)
  • Schwangere Frauen mit Symptomen oder bekanntem Kontakt
  • Medizinisches und Laborpersonal mit beruflichem Expositionsrisiko

Präventive Testung (Kontaktverfolgung):

Asymptomatische Personen, die Kontakt zu Patienten hatten, sollten sich etwa 3 bis 5 Tage nach dem Kontakt testen lassen, auch wenn keine Symptome vorliegen. Dies dient der frühen Diagnose und Isolationsvermeidung von Übertragungen.

Testung nach Symptombeginn:

Optimal ist eine Testung innerhalb der ersten zwei Wochen nach Symptombeginn. In dieser Phase ist die Viruslast am höchsten und die Diagnose am zuverlässigsten.

Wo kann man sich in Deutschland testen lassen?

Das deutsche Gesundheitssystem bietet mehrere Optionen für Mpox-Tests:

1. Hausarzt (Kassenärztliche Vereinigung)

Der erste Anlaufpunkt sollte üblicherweise der Hausarzt sein. Ärzte können:

  • Klinische Diagnose stellen
  • PCR-Tests anordnen und durchführen
  • Schnelltests durchführen (in einigen Praxen)
  • Kontaktpersonen identifizieren und Beratung geben

2. Gesundheitsamt (kommunale Ebene)

Das zuständige Gesundheitsamt am Wohnort bietet:

  • Kostenlose Testung
  • Kontaktverfolgung und Beratung
  • Offizielle Meldung bestätigter Fälle
  • Isolationsanordnungen bei positivem Ergebnis

Die Adresse des Gesundheitsamts findet sich auf der Webseite der zuständigen Kreis- oder Stadtverwaltung.

3. Infektionsambulationen und Spezialkliniken

Große Kliniken und Universitätskrankenhäuser unterhalten Infektionsambulationen, die bei Verdacht auf Mpox konsultiert werden können.

4. Apotheken und private Testangebote

Zunehmend bieten Apotheken und private Testangebote Mpox-Schnelltests an. Diese sind:

  • Schnell verfügbar
  • Kostenpflichtig (ca. 15 - 30 EUR)
  • Ideal für schnelle Orientierungsergebnisse
  • Sollten bei negativem Ergebnis bei Verdacht mit PCR bestätigt werden

5. Labore

Zahlreiche private und öffentliche Labore bieten PCR-Tests an, sofern der Hausarzt oder das Gesundheitsamt die Probe ordnet.

Kostenübernahme:

Bei Kassenpatienten werden Tests durch das Gesundheitsamt oder bei Verweisung durch einen Arzt in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Private Testangebote müssen oft selbst bezahlt werden. Kontaktieren Sie vor einer privaten Testung Ihre Krankenkasse wegen Kostenübernahme.

Was tun bei positivem Ergebnis?

Ein positives Mpox-Testergebnis erfordert sofortiges Handeln zum Schutz anderer Personen.

Unmittelbare Maßnahmen:

  1. Ärztliche Bestätigung: Ist das Ergebnis aus einem Schnelltest, sollte dies mit einem PCR-Test bestätigt werden. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt
  2. Meldung ans Gesundheitsamt: Ärzte sind verpflichtet, bestätigte Mpox-Fälle dem Gesundheitsamt zu melden. Sie müssen selbst auch Ihre Kontaktdaten angeben
  3. Isolierung: Begeben Sie sich in Isolation bis die infektiöse Phase vorbei ist (in der Regel 2 - 4 Wochen oder bis zum Abfall der Krusten)
  4. Kontaktverfolgung: Das Gesundheitsamt wird Sie kontaktieren und Fragen zu engen Kontakten stellen

Isolationsrichtlinien:

  • Bleiben Sie zuhause und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Personen
  • Wenn nötig, nutzen Sie separate Räume von Haushaltsangehörigen
  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich nach dem Toilettengang und vor dem Essen
  • Wechseln Sie täglich Kleidung und Bettwäsche, die Kontakt mit Läsionen hatten
  • Vermeiden Sie sexuelle Kontakte vollständig während der Isolation
  • Benutzen Sie separate Geschirr, Handtücher und Zahnbürsten

Unterstützung und Beratung:

  • Das Gesundheitsamt bietet Informationen zu Isolationsdauer und Entlassung
  • Ihr Arzt kann bei Symptomen wie Schmerzen oder Fieber Ratschläge geben oder Medikamente verschreiben
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Online-Informationen und Ressourcen

Entlassung aus Isolation:

Nach aktuellem RKI-Standard kann eine Entlassung aus der Isolierung in Betracht gezogen werden, wenn:

  • Die Hautläsionen abgeheilt sind und verkrustet sind
  • Mindestens 21 Tage seit Symptombeginn vergangen sind
  • Der Allgemeinzustand sich deutlich verbessert hat

Das Gesundheitsamt erteilt die offizielle Freigabe aus der Isolierung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich mich selbst mit einem Schnelltest testen?

Ja, Antigen-Schnelltests können grundsätzlich als Selbsttest verwendet werden. Allerdings ist die korrekte Probennahme wichtig für zuverlässige Ergebnisse. Idealer ist die Durchführung durch geschultes Personal. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wie zuverlässig sind Schnelltests wirklich?

Mpox-Schnelltests haben eine Sensitivität von 85 - 95% und eine Spezifität von nahezu 100%. Das bedeutet, dass falsch-positive Ergebnisse äußerst selten sind, aber falsch-negative Ergebnisse möglich sind, besonders bei niedriger Viruslast. Ein negatives Ergebnis bei starkem Verdacht sollte mit einem PCR-Test bestätigt werden.

Wie lange bin ich bei Mpox ansteckend?

Die infektiöse Phase dauert normalerweise 2 - 4 Wochen, solange aktive Läsionen vorhanden sind. In seltenen Fällen kann eine Ansteckungsfähigkeit noch etwas länger andauern. Nach vollständiger Abheilung und Verkrustung der Läsionen ist das Infektionsrisiko minimal.

Kann ich mich noch einmal mit Mpox infizieren?

Nach einer durchgemachten Mpox-Infektion entwickelt der Körper eine Immunität. Reinfektionen sind theoretisch möglich, aber sehr selten. Die genaue Dauer des Immunschutzes ist noch nicht vollständig erforscht.

Welche Fähigkeiten hat der PCR-Test, das ist wirklich der Goldstandard?

Ja, der PCR-Test ist der diagnostische Goldstandard für Mpox. Er weist das Virus-Erbgut nach und ist über 99% genau. Allerdings dauert es 2 - 4 Tage bis zum Ergebnis. Für schnelle Screening-Tests ist der Antigen-Schnelltest sinnvoller, sollte aber bei Verdacht mit PCR bestätigt werden.

Gibt es eine Impfung gegen Mpox?

Ja, es gibt Impfstoffe gegen Mpox (z.B. Imvanex, Jynneos). Diese sind in Deutschland für bestimmte Bevölkerungsgruppen verfügbar, besonders für Kontaktpersonen von bestätigten Fällen und für Personen mit erhöhtem Risiko. Das RKI gibt Empfehlungen zur Verwendung dieser Impfstoffe.

Muss ein positives Ergebnis dem Arbeitgeber mitgeteilt werden?

Ja, eine positive Mpox-Diagnose ist eine meldepflichtige Krankheit in Deutschland. Das Gesundheitsamt wird Sie kontaktieren. In den meisten Fällen ist eine Mitteilung an den Arbeitgeber erforderlich, besonders wenn Sie weiterhin arbeiten möchten. Der Arbeitgeber unterliegt aber auch der Verschwiegenheit bezüglich Ihrer Diagnose (Datenschutz).

Ich habe einen Schnelltest gemacht, der war negativ. Muss ich noch einen PCR-Test machen?

Wenn Sie starke Symptome haben, die für Mpox typisch sind, ist eine PCR-Bestätigung empfohlen, auch wenn der Schnelltest negativ ist. Die PCR ist zuverlässiger, besonders in den ersten Tagen einer Infektion. Kontaktieren Sie Ihren Arzt für eine Empfehlung.

Wird das Gesundheitsamt auf mich zu kommen, wenn ich einen Test mache?

Das hängt vom Ergebnis ab. Ein positives Ergebnis muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Ihr Gesundheitsamt wird Sie dann kontaktieren für Kontaktverfolgung und weitere Beratung. Negative Ergebnisse müssen nicht gemeldet werden.

Können Haustiere Mpox bekommen?

Ja, eine Übertragung von Menschen auf Tiere ist theoretisch möglich, wurde aber in Deutschland noch nicht dokumentiert. Es ist ratsam, während einer Mpox-Infektion den engen Kontakt mit Haustieren zu minimieren, insbesondere Hautkontakt.

Ich bin schwanger - was sollte ich wissen?

Schwangere mit Mpox-Verdacht sollten schnell ärztlich untersucht werden. Eine vertikale Übertragung (auf das Kind) während der Schwangerschaft ist möglich. Sowohl der Mutter als auch dem Neugeborenen drohen schwere Verläufe. Informieren Sie sofort Ihren Gynäkologen oder Ihre Geburtsklinik.

Fazit

Mpox bleibt eine wichtige, aber manageable Infektionskrankheit in Deutschland. Mit aktuellen Fallzahlen von 35 gemeldeten Fällen in 2026 (bis März) und insgesamt 4.640 bestätigten Fällen seit 2022 ist das absolute Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering. Das RKI stuft die Gefährdung als niedrig ein.

Die Verfügbarkeit zuverlässiger Tests - sowohl schneller Antigen-Tests als auch hochgenauer PCR-Tests - ermöglicht eine schnelle Diagnose und Kontrollmaßnahmen. Wenn Sie Symptome entwickeln oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten, sollten Sie sich testen lassen.

Wichtige Punkte zusammengefasst:

  • Mpox-Symptome sind typischerweise mild und heilen innerhalb von 2 - 4 Wochen ab
  • Schnelltests bieten schnelle Ergebnisse in 15 Minuten, sollten aber bei Verdacht mit PCR bestätigt werden
  • PCR-Tests sind der zuverlässigere Goldstandard, brauchen aber 2 - 4 Tage
  • Ihr Hausarzt und das Gesundheitsamt sind die richtigen Ansprechpartner bei Verdacht
  • Nach positivem Ergebnis ist Isolation entscheidend zum Schutz anderer
  • Eine umfassende Beratung und Unterstützung steht durch das deutsche Gesundheitssystem zur Verfügung

Für weitere Informationen verweisen wir Sie auf unsere Kollektion zu Infektionskrankheiten, wo Sie weitere Testmöglichkeiten und Produkte zur Prävention und Diagnose finden. Bleiben Sie gesund und informiert.

Quellen und Referenzen:

  • Robert Koch-Institut (RKI) - Mpox-Übersicht und aktuelle Fallzahlen
  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG) - Mpox-Informationen
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Deutsches Ärzteblatt - Klinische Informationen zu Mpox
  • WHO - Aktuelle Situation und Empfehlungen

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